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Archäologie

Seit gut eineinhalb Jahrzehnten fördert die archäologische Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut Funde aus der Kupferzeit, Urnenfelderzeit, Hallstatt- und Latènezeit bis zur römischen Kaiserzeit zutage. Die jüngsten Grabungen entlang des Saumweges, der von Hallstatt durch den Koppen in Richtung Süden führte, lieferten sensationelle Ergebnisse 
Die Prospektionen erfolgen unter wissenschaftlicher Konsulenz durch das Bundesdenkmalamt (Landeskonservatorat Steiermark). 

 

Salz- und Ortsgeschichte

Die Entwicklung von Bad Aussee ist bis in die Gegenwart eng mit dem Salzwesen verbunden. Das „weiße Gold“ bildete vom Mittelalter bis in das späte 20 Jahrhundert die wirtschaftliche Grundlage des Ortes und war auch für den Aufstieg Aussees als Kurort verantwortlich. 1911 wurde dem Kurort Aussee der Titel „Bad“ verliehen. 

 

Erzherzog Johann und Anna Plochl

Die Ausstellung widmet sich nicht nur der allseits bekannten Liebesgeschichte zwischen dem Habsburger Erzherzog Johann und der bürgerlichen Ausseerin Anna Plochl, sondern zeigt Johann auch als Revolutionär und Humanisten. Der Bruder des Kaisers führte gerade in der Steiermark nachhaltige Reformen durch.
Die Ausstellung vermittelt einen tiefen Eindruck vom Wirken des großartigen Visionärs, von seiner Liebe zur einfachen Bevölkerung und zur Natur.

 

Kaisersaal

Der „glänzend ausgestattete“ Kaisersaal beherbergte „Hochfreiherrliche Gnaden“ - Friedrich III, Maximilian I und Erzherzog Johann waren hier zu Gast. Die historisch bedeutsamen, um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstandenen Wandmalereien stellen die landesfürstlichen Produktionsstätten des Salzwesens dar.

 

Das Ausseerland – von der Kurregion zur Tourismusdestination“ und Museumskino

In dieser Ausstellung wird die Entwicklung des Tourismus im Ausseerand vom Kurwesen der Mitte des 19. Jhdts., zur Sommerfrische-Region des Adels und des Bürgertums über die Zeit des Fremdenverkehrs der Zwischenkriegszeit und der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zum heutigen Kultur- und Gesundheitstourismus geschildert. Die Ausstellung wurde mit viel Geschmack gestaltet. Sie ist reich an Bildern und Grafiken und mit originellen Exponaten ausgestattet.

Der Ausstellung angeschlossen ist das neue Museumskino, das dem Besucher Einblicke in das Leben der Menschen im Ausseerland vor dem Krieg (Ausschnitte aus Filmen von Hans Gielge, Beiträge aus dem österreichischen Filmarchiv….), in die Welt der Tracht, des Handwerks etc. gewährt. 

 

Ausseer Trachtenhandwerk

Keine Region Österreichs wird so sehr mit ihrem „Gwand“ identifiziert wie das Ausseerland. In drei Räumen wird dem Besucher die Entstehung der wohl kleidsamsten Tracht des Alpenraumes vor Augen geführt.
Dieser Museumsbereich wurde aus Anlass der Landesausstellung 2005 von Ausseer Trachtenhandwerkern gestaltet. Ihr Herzstück ist die Ausstellung der prachtvollen alten Handdruckmodel, die vom Museumsverein 2003 erworben wurden. 

 

Volksmusik 

Die im Frühjahr 2008 fertig gestellte Ausstellung widmet sich der allseits bekannten und beliebten Ausseer Volksmusik, ihrer Geschichte und ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen. Die meisten Exponate - Noten, Bilder und Instrumente - stammen aus dem reichen Fundus des Kammerhofmuseums. Viele Musikbeispiele sind hörbar und der Besucher wird mittels audiovisueller Installationen in die Welt der Steirer, Landler, Lieder und Jodler eingeführt. Ein interaktives Spiel, genannt "Virtueller Pasch", ermöglicht es dem Besucher, das Paschen eines Ausseer Steirers auf unterhaltsame Weise zu erlernen. Dieses Spiel ist das absolute Highlight des Museums.

 

Brauchtum 

25 lebensgroße Figuren sollen dem Besucher das Ausseer Brauchtum im Jahresablauf näher bringen. Dabei wird dem Fasching ausgiebig Rechnung getragen! Die alte Wirtsstube des Bachwirtes in Lupitsch wurde eigens für diese Ausstellung angekauft.

 

Tracht 

Ein liebevoll gestaltetes Diorama zeigt die Entwicklung der Ausseer Tracht von der Urtracht bis zum „Gwand“ der Gegenwart eindrucksvoll dokumentiert. Liebevoll gestaltete Dioramen zeigen die Tracht zur Zeit Erzherzog Johanns.
Dass die Ausseer Tracht heute noch immer nichts Museales ist, hat sie wohl dem Umstand zu verdanken, dass sie seit der Mitte des 19. Jahrhunderts behutsam und kontinuierlich dem Zeitgeschmack angepasst wurde.

 

Fossilien 

Fossilien sind Reste von Lebewesen aus vergangenen Zeiten – meist als Abdruck, Steinkern oder Schalenrest erhalten. Das Gebirge rund um das Ausseerland setzt sich überwiegend aus carbonatischen Meeresablagerungen des Erdmittelalters zusammen. Seine Gesteine sind reich an Fossilien, die weltweit ihresgleichen suchen und durch die Präparation noch an Schönheit gewinnen.

 

Höhlenkunde (Höhlenbär) 

Die höhlenkundliche Sammlung bildete zusammen mit der Trachtenkammer die Erstausstattung des Ausseer Kammerhofmuseums. Die „Höhlenkunde“ wurde 2005 völlig neu gestaltet und mit einer Höhle ausgestattet, in der Vielfraß und Höhlenbär auf den Besucher warten.
Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht die Jagdstation eines eiszeitlichen Bärenjägers, die Salzofenhöhle im Toten Gebirge. Aus ihr wurden Reste einer reichen eiszeitlichen Fauna geborgen.